Mittwoch, 14. September 2011

Sicherheit

Bezüglich Wechsel von Film/Video in Französisch hatte ich mich letzte Woche beraten lassen und einen Antrag gestellt. Die Französischklassen waren dann allerdings voll und keiner der angefragten Professoren hat mir geantwortet. Darauf hin habe ich entschieden, nun doch mit Film/Video weiterzumachen. Wir hatten nun auch schon das erste kleine Projekt in welchem wir verschiedene Filme vermischen mussten um dem Film einen neuen Sinn zu geben. Das hat auch gar nicht schlecht geklappt, ausser dass mein Film viel zu kurz war, da ich die Aufgabenstellung nicht vollumfänglich verstanden hatte. Die nächste Aufgabe, die wir innert Wochenfrist erledigen müssen ist ein dreiminütiges Selbstporträt.
Das war nicht das einzige Verständnisproblem diese Woche. Im Geschichtstest hatte ich viel zu wenig Zeit, weil ich in der ersten Aufgabe Antworten ausführte anstatt einfach nur im Multible choice Verfahren zu antworten. Einiges ist für mich ungewohnt, anderes geht zu schnell, manchmal höre ich nicht richtig zu und ab und zu habe ich einfach keine Lust nachzufragen, weil ich nicht doof dastehen möchte - das tu ich dann dafür nachher ;-) .
Vom Basketball gibt es nicht viel Neues zu berichten. Ich mache in Sachen Geschwindigkeit kleine Fortschritte und stagniere beim Werfen. Wenn ich mir die Wurfquote der Schweizer Nationalmannschaft bei der A-EM, die gerade in Israel stattfindet, anschaue (25-35% pro Spiel), dann bin ich wiederum einigermassen zufrieden. Ausserdem bleibt noch etwas Zeit bis zum ersten Ernstkampf Ende Oktober. Allerdings werde ich da kaum spielen, aber als Ersatzspieler möchte ich natürlich trotzdem jederzeit bereit sein.

Ich lerne täglich neue Leute kennen und natürlich auch amerikanische Gewohnheiten. Zum Beispiel weiss ich von einigen Studenten, dass sie Waffen haben. Auf dem Campus sind diese natürlich nicht erlaubt, aber manche haben zu Hause oder im Auto eine Knarre um sich und andere zu beschützen. Da ich Waffen eher mit Gefahr als mit Schutz verbinde ergeben sich interessante Diskussionen. Würdest du jemanden erschiessen, der dir dein Handy klaut? Die amerikanischen Medien/Politiker verstehen es wunderbar, ein Gefühl der Unsicherheit zu kreiren um die Bevölkerung dann zu beschützen in dem sie diese überwacht. Jeden zweiten Tag haben wir in unserer Studentenmailbox eine E-Mail von der Polizei mit Schilderungen von Vorfällen auf dem riesigen Campusgelände. Die Kriminalität ist hier wohl tatsächlich ein grösseres Problem als in der Schweiz, aber auch in Zürich ist immer "etwas los" und ich fühle mich hier trotzdem sehr sicher. Vielleicht hat dies aber auch mit meiner generellen Einstellung zu tun - es braucht viel um mich zu beunruhigen.

Über das Wochenende musste ich eines meiner Basketballstuhlräder reparieren lassen. Zum Glück gibt es hier seit ca. einem Jahr einen Bikeshop. Da ich mechanisch ziemlich unbegabt bin, war ich froh, die 6! defekten Speichen nicht selber ersetzten zu müssen und das Rad anschliessend zu zentrieren. Die $20 waren auf jeden Fall sehr gut investiert. Die Kunden dieses Bikeshops, der auch Fahrräder (ja, ich weiss die deutsche Bezeichnung noch ;-) vermietet, sind hauptsächlich internationale Studenten. Denn welcher Amerikaner würde Fahrrad fahren, wenn er ein Auto hat?

Es sollte nun möglich sein, Kommentare abzugeben ohne sich dafür zu registrieren. Danke Damian für den Hinweis.

Kommentare:

  1. Ciao Rolf!

    Tönt so, also würdisch langsam aber sicher inen chli ruhigere Alltagstrott inecho. Muy bien.

    Immer wieder en freud dini pricht z'läse! Bi eus goht's jo au bald los. D'Wohnig isch scho halbe läär. Yippee!

    Gruz,
    Damian

    AntwortenLöschen
  2. Liebe Rolf, spannend dini bricht vo ene am teich, danke!!!s'bild wo ide ziitig cho isch, findi absolut de hammer, total genial! ich wünsche dir wiiterhin e gueti ziit und dass dich trotz waffe sicher fühlsch, die sind scho anderst gstrickt als mir häh....machs guet, liebi grüess dänele

    AntwortenLöschen
  3. Hey Rolf
    Gerne lese ich deine stets interessanten Berichte und rapportirre dann am Mittwoch vor dem Training. OK vielleicht ist auch etwas Eifersucht dabei, war Amerika doch auch für mich, wenn auch nicht wegen des basket-balls ein super Reiseland. Man muss ja nicht unbedingt jede politische Auffassung teilen, der texanische Präsidentschaftskandidat ist nicht nach meinem Gousto. Trotzdem hat Texas vieles, was dem Inbegriff des „American way of life“ entspricht. Übrigens fehlst du beim RCU, jetzt muss ich „alte Sack“ morgen als einziger Einpünkler 4 games durchspielen beim RCU-Turnier, uff!
    Halt die Ohren steif.
    Liebe Grüsse Rolf

    AntwortenLöschen
  4. Hey Rolf,

    coole Berichte! Mach weiter so!

    Gruss Adrian

    AntwortenLöschen
  5. ich freu mich auch immerwieder von dir zu lesen, deine Berichte sind sehr anschaulich. Schön das du dich da "durchbeißt" Toi toi toi weiterhin.
    lieben Grußi aus Berlin
    das Luempchen

    AntwortenLöschen